Gesundheit



Die Haut: Spiegelbild der Seele

So alt wie das Altern selbst ist auch das Klagen darüber.

Schon in den Jahren 2500 vor Christus schrieb Ptahhotep, ägyptischer Wesir, Philosoph und Poet: "Wie hart und schmerz-haft sind doch die letzten Tage eines alten Menschen!"

Erste Tendenzen von Jugendwahn?

 

Die Vergötterung der Jugend nahm in der Antike ausufernde Züge an. Auf den Straßen Athens erblickte man überall kraftstrotzende Körper. Die Kunst trug ihr Teil dazu bei. Statuen zeigten bevorzugt muskulöse Leiber junger Soldaten oder knospende Brüste schöner Göttinnen. Selbstredend fältchen-frei geschliffen und poliert.

Das waren die Werbeanzeigen der Antike.

 

Und sonderbar: diese steingewordenen "Werbeanzeigen" entsprechen nach Meinungsumfragen auch heute noch dem Idealbild des Menschen.

Aber es gab in der Frühzeit auch Darstellungen des Alters, die ganz bewusst inszeniert wurden.

Zum Beispiel: Eine Büste des Aristoteles weist auf der Stirn zwei deutliche Wellenlinien auf. Die beiden Linien sollten die typische Denkerfalte andeuten. Denn ein echter Philosoph, ein Denker, durfte selbstverständlich keine glatte Haut haben.

So wurde antike Imagewerbung betrieben.

 

Wirklich alt wurden in der Antike allerdings nur wenige Menschen.

Das ist heute anders.

 

 

Innen wie außen. Außen wie innen.

Die Lebenserwartung ist heute viel höher. Werbung, Shows und Medien versuchen uns einzuhämmern, dass ein jugendhaftes Benehmen und Aussehen automatisch zu mehr Lebensfreude führt. Diese Zwangsvorstellung ruft den Wunsch wach, die Haut als äußeres Altersmerkmal oberflächlich zu glätten. Misslungene Methoden, zum Beispiel aus dem Showbiz, gibt es reichlich.

 

Jugendwahn in der Antike: Die Gemahlin des römischen Kaisers Augustus gab ihr Porträt in Auftrag als sie 70 (!) Jahre alt war. Das steinerne Abbild der Livia, gleicht einer Maske, zeigt eine wunderbar glatte Haut, die Falten sind wegpoliert - und damit auch die charakterlichen Züge.

Identität nicht verlieren

"Sich nicht wohl fühlen in seiner Haut" bedeutet, dass wichtige Funktionen im Körper gestört sind - eine Binsen-weisheit.

 

Die Haut mit etwa zwei Quadratmetern Fläche und gut zwei Kilogramm Masse ist das größte Organ des Menschen, es wird zehnmal stärker durchblutet als jedes andere Organ und die Summe aller Hautgefäße ist mehrere Kilometer lang und ... die Haut ist nach außen sichtbar und spiegelt sehr genau die innere Beschaffenheit des Menschen, sie ist ein Spiegelbild der Seele.

Die Haut ist nicht nur eine notwendige Bedeckung des Körpers, sondern erfüllt wesentliche Funktionen für den gesamten Organismus. Mit einer oberflächlichen Ent-Faltelung allein sind Probleme oft nicht gelöst - die Basis muss Gesundheit sein.